Grippe oder Erkältung: Diese Unterschiede solltest du kennen

Besonders jetzt im Winter trifft es wieder viele von uns: Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. Doch ist das nun eine Erkältung, ein grippaler Infekt oder doch eine Grippe? Wir erklären die Unterschiede.

Erkältung oder Grippe?

Grippe (Influenza) und Erkältung sind nicht das Gleiche. Allerdings wird die Erkältung häufig als „grippaler Infekt“ bezeichnet, was verwirrend sein kann. Die Grippe ist eine hochansteckende Infektionskrankheit. Sie wird von speziellen Grippeviren , Influenza A- und B-Viren, ausgelöst. Eine Erkältung kann von verschiedenen Erregern ausgelöst werden, meist sind das auch Viren, wobei jedoch über 100 verschiedene Arten in Frage kommen. Nicht nur in dem Erreger, sondern auch in einigen Symptomen unterscheiden sich die Krankheitsbilder.

Erkältung (grippaler Infekt)

Eine Erkältung kündigt sich meist über mehrere Tage hinweg an. Sie beginnt zum Beispiel mit einem leichten Halskratzen, am nächsten Tag läuft die Nase und schließlich kommt Husten hinzu. Zu Beginn ist der Husten trocken, im Verlauf der Erkrankung kann er schleimig werden. Während einer Erkältung kann es zu einer erhöhten Temperatur von bis zu 38 Grad kommen, Fieber hat man jedoch selten. Auch ein Druck auf Kopf und Ohren sind typische Anzeichen einer Erkältung. Die Symptome sind zwar lästig, klingen aber in der Regel nach sieben bis neun Tagen von selbst wieder ab. Während der Erkältung fühlt man sich manchmal schlapp, kann seinen Alltag aber häufig normal bewältigen. Über das Jahr verteilt, sind Menschen bis zu viermal von einer Erkältung betroffen, besonders in der kalten Jahreszeit, die normalerweise keine gesundheitlichen Folgen hat. Du willst die Erkältung schnell loswerden? Diese Hausmittel können helfen.

Grippe (Influenza)

Grippesymptome treten ganz plötzlich und fast immer in den Wintermonaten auf. Typische Symptome sind trockener, schmerzhafter Husten sowie starke Kopf- und Gliederschmerzen. Man fühlt sich sehr kraftlos, müde und abgeschlagen. Hinzu kann Schüttelfrost kommen. Der Schnupfen ist allerdings bei einer Grippe meist weniger stark ausgeprägt als bei einer Erkältung. Die Grippe dauert meist ein bis zwei Wochen an. Bis sich der Körper vollständig erholt hat, kann es jedoch mehrere Wochen dauern. Außerdem können Folgeerkrankungen, wie eine Lungenentzündung, durch die Grippe verursacht werden.

Grippe oder Erkältung? Typische Symptome

Schutz vor Viren

Die Grippe ist hoch ansteckend. Über Körperkontakt, infizierte Gegenstände und sogar über die Luft werden die Viren übertragen. Auch bei einer Erkältung besteht Ansteckungsgefahr. Meist wird der Erreger über die Hände an die Schleimhäufte übertragen, zum Beispiel wenn man sich ins Gesicht fasst. Hygiene durch regelmäßiges Händewaschen ist daher besonders wichtig. Regelmäßig bedeutet in diesem Fall: wenn du nach Hause kommst, vor dem Essen und Kochen sowie nach dem Toilettengang, dem Kontakt mit Erkrankten und dem Streicheln von Tieren. Die Hände solltest du dir etwa 20 bis 30 Sekunden unter fließendem Wasser waschen. Das gilt für die Handinnenflächen als auch Handrücken und Fingerzwischenräume. Danach solltest du deine Hände gut abtrocknen.

Muss ich zum Arzt gehen?

Treten die Symptome plötzlich und sehr heftig auf, solltest du die Ursache von einem Arzt abklären lassen. Er kann dir gegebenenfalls Medikamente verschreiben, die deine Beschwerden lindern und verhindern, dass sie stärker werden. Halten weniger starke Erkältungssymptome länger als zehn Tage an, ist der Arztbesuch ebenfalls sinnvoll. Gegen die echte Grippe gibt es übrigens eine Impfung, gegen den grippalen Infekt jedoch nicht.  Hier erfährst du, für wen die Grippeimpfung sinnvoll ist.