So rettest du Leben: Die wichtigsten Infos zur Blutspende

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Wir alle haben es in uns und können ohne es nicht leben: Blut. Verlieren wir zu viel davon, sind wir auf eine Spende angewiesen, denn künstliches Blut gibt es einfach nicht. Doch was passiert überhaupt bei der Blutspende? Dieser Frage gehen wir zum Weltblutspendetag am 14. Juni nach.

Blutspenden rettet Leben

Das Wichtigste vorweg: Blutspenden tut nicht weh und hat für den Spender keine Nachteile. Die 500 Milliliter Blut, die bei der Spende abgenommen werden, kann ein gesunder Körper ohne Probleme ersetzen.

Es gibt verschiedene Situationen bei denen Blutspenden zum Einsatz kommen. Am häufigsten werden sie von Krebspatienten benötigt, weil Chemo- und Strahlentherapie Teile ihres Blutes zerstören. Doch jeder kann – zum Beispiel durch einen Unfall – in eine Situation kommen, in der er auf Spenderblut angewiesen ist. Und der Bedarf an Spenden steigt, weil die Menschen im Durchschnitt immer älter werden. Um diesen höheren Bedarf zu decken ist es wichtig, dass sich mehr junge Menschen zur Blutspende bereit erklären.

Mit einer solchen Spende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Weltweit werden etwa 108 Millionen Blutspenden pro Jahr benötigt, allein in Deutschland sind es ungefähr 15.000 am Tag.

Auch Spender profitieren von ihrer Bereitschaft: Die Blutspende ist ein Gesundheitscheck für das eigene Blut, das im Labor genau untersucht wird, bevor es als Spenderblut eingesetzt werden kann. Sollte es irgendwelche Auffälligkeiten geben, wird man bereits wenige Tage nach der Spende kontaktiert.

Die wichtigsten Informationen zur Blutspende im Überblick:

Wo kann man Blut spenden?

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat deutschlandweit Blutspendezentren in verschiedenen Städten. Eine Übersicht und weitere Infos findest du online in der Terminübersicht.

Wie lange dauert die Blutspende?

Die Blutspende selbst dauert wenige Minuten. Allerdings musst du noch Zeit für die Aufnahme der Spenderdaten, die Registrierung, eine kurze ärztliche Untersuchung und die Erholungsphase nach der Spende einplanen. Insgesamt solltest du dir deshalb etwa eine Stunde Zeit nehmen. Den genauen Ablauf kannst du hier auch noch einmal nachlesen.

Wer darf Blut spenden?

Die wichtigste Voraussetzung ist, dass du dich gesund fühlst, nicht krankgeschrieben bist und einen stabilen Blutdruck hast. Außerdem musst du älter als 18 sein und mehr als 50 Kilogramm wiegen, um Blut spenden zu dürfen. Männer dürfen übrigens bis zu sechsmal im Jahr Blut spenden, Frauen bis zu viermal.

Was ist zu beachten?

Vor der Blutspende darfst du 12 Stunden keinen Alkohol getrunken und vier Wochen keine Drogen genommen haben. Zwischen einem neuen Piercing oder Tattoo und einer Blutspende müssen mindestens vier Monate liegen. Nach der Spende solltest du dich ausruhen, viel trinken und etwas Essen. Die Verpflegung wird dir vom Blutspendedienst vor Ort zur Verfügung gestellt.

Zu jeder Blutspende musst du den Personalausweis mitbringen. Etwa drei Wochen nach deiner ersten Blutspende erhältst du außerdem deinen Blutspendeausweis. Darin sind wichtige Infos zu deinem Blut, wie deine Blutgruppe, zu finden. Diesen Ausweis bringst du dann ebenfalls zu allen weiteren Spenden mit. Aber am besten lässt du ihn sowieso in deinem Portemonnaie. Solltest du selbst einmal eine Blutspende benötigen, kann durch die Informationen im Blutspendeausweis wertvolle Zeit gespart werden.

Wenn du dir unsicher bist, ob du Blut spenden darfst, kann der Spende-Check des DRK helfen. Diesen findest du auf drk-blutspende.de und in der Blutspende-App.

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