Versteckt in vielen Lebensmitteln: Zu viel Salz macht krank

Speisesalz ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung: Es versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen. Doch die meisten Menschen in Deutschland nehmen zu viel Salz zu sich. Das liegt vor allem daran, dass Speisesalz in vielen verarbeiteten Lebensmitteln in großen Mengen enthalten ist. Wer dauerhaft zu viel Salz zu sich nimmt, erhöht das Risiko für Bluthochdruck und Folgeerkrankungen. Daher ist es wichtig zu wissen, wie viel Salz gesund ist und ab wann man seinen Salzkonsum einschränken sollte.

Wofür braucht der Körper Salz?

Speisesalz ist auch unter den Namen Kochsalz und Tafelsalz bekannt und besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid. Etwa 90 Prozent des Natriums und Chlorids, das der Körper braucht, nimmt er über Salz auf. Die ausreichende Zufuhr ist unverzichtbar für bestimmte Körperfunktionen, wie zum Beispiel den Flüssigkeitshaushalt der Zellen und die Regulation des Blutdrucks.

Salz gibt Lebensmitteln nicht nur Geschmack, sondern konserviert sie auch. Es wird daher vor allem für verarbeitete Lebensmittel wie Brot, Fleisch, Wurst und Käse oder Fast Food verwendet.

So viel Salz steckt durchschnittlich in den beliebten Lebensmitteln:

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Speisesalz, das dem Essen zum Würzen hinzugefügt wird, macht im Vergleich dazu meist nur eine geringe Menge der täglichen Zufuhr aus.

Wie viel Salz ist gesund?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Speisesalzzufuhr von bis zu 6 g. Das entspricht etwa der Menge, die auf einen Teelöffel passt. Das verwendete Speisesalz sollte mit Jod und Fluorid angereichert sein.

In Deutschland wird die empfohlene Salzmenge jedoch von etwa 75 Prozent der Bevölkerung überschritten. 15 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer nehmen täglich über 15 g und somit mehr als das Doppelte der empfohlenen Menge zu sich. Übermäßiger Salzkonsum führt zu erhöhtem Blutdruck. Damit steigt die Gefahr, an Bluthochdruck (Hypertonie) zu erkranken, einem der größten Risikofaktoren für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die tägliche Zufuhr an Speisesalz hat also einen bedeutenden Einfluss auf die Gesundheit.

Zu viel Salz: Worauf sollte man achten?

Zu viel Salz: Wie lässt sich das vermeiden?

Um Salz nicht übermäßig aufzunehmen, sollte man vor allem darauf achten, weniger verarbeitete Lebensmittel und dafür mehr unverarbeitete Lebensmittel, wie Gemüse und Obst, zu essen. Beim Kochen ist es ratsam, eher Gewürze und Kräuter zu verwenden und Salz nur sehr sparsam einzusetzen. Am besten ist es, die Salzmenge nicht plötzlich stark, sondern über einige Wochen hinweg langsam zu reduzieren. Dann gewöhnt sich der Körper besser an den Geschmack. Seit Dezember 2016 ist die Angabe des Salzgehaltes bei der Lebensmittelkennzeichnung verpflichtend und kann daher für alle verarbeiteten Lebensmittel eingesehen werden.

Quelle der statistischen Angaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)