Freunde aus Online-Games treffen: Voll normal oder doch gefährlich?

Echte Freunde oder Dates im Internet zu finden, ist längst nicht mehr außergewöhnlich. Auch über gehypte Online-Spiele wie Fortnite kann man sich nicht nur mit den Freunden in der Schule austauschen, beim Spielen kommt man auch mit neuen Leuten in Kontakt. Manchmal sind die fremden Mitspieler so sympathisch, dass man regelmäßig mit ihnen chattet oder sie sogar persönlich treffen möchte. Millionen Menschen weltweit spielen bei Games wie Fortnite und WoW mit. Doch dort, wie auch bei anderen Games und sozialen Netzwerken, ist nicht immer alles so, wie es scheint. Deshalb solltest du auch online auf deine Sicherheit achten.

Vor dem Treffen: der Online-Kontakt

Online-Spiele machen nicht nur richtig viel Spaß, sondern bergen auch Gefahren in sich. Dazu gehören nicht nur die häufig diskutierte Online-Sucht und das Cyber-Mobbing, sondern auch, dass einige Erwachsene die Chats der Online-Spiele nutzen, um sich unter falschen Angaben an Kinder und Jugendliche heranzumachen. Diese sexuelle Belästigung im Internet nennt man Cyber-Grooming.

Die Täter zeigen sich durch persönliche Fragen sehr interessiert am Leben der Kinder und Jugendlichen, um ihr Vertrauen zu gewinnen und sie anschließend beispielsweise zu Nacktaufnahmen zu überreden.

Schutz vor Cyber-Grooming

Um dich zu schützen, solltest du deinen Spielernamen so wählen, dass man als Außenstehender keine Verbindung zu deinem Alter, deinem Wohnort oder anderen privaten Daten herstellen kann. Über Games wie Fortnite, aber auch über soziale Netzwerke oder andere Chats, solltest du keine Kontaktdaten, wie deine Adresse oder Infos zu deiner Schule an Fremde weitergeben. Misstrauisch solltest du zudem immer dann werden, wenn deine Online-Bekanntschaft nicht will, dass du jemandem von eurer Bekanntschaft erzählst.

Aufdringliche, sexuelle oder dir anderweitig seltsam erscheinende Nachrichten solltest du vorerst ignorieren. Gehe im Chat nicht darauf ein, sondern sprich zunächst mit deinen Eltern oder einer Vertrauensperson darüber. Du kannst nichts dafür, wenn du diese Nachrichten erhältst und brauchst daher auch keine Bedenken zu haben, darüber zu reden. Wenn du dich nicht traust, mit jemandem aus deinem Umfeld zu sprechen, findest du jederzeit anonyme Hilfe bei JUUUPORT oder der Nummer gegen Kummer.

Freunde aus Online-Games treffen

Freunde aus Online-Games treffen

Die Verabredung zum Offline-Kontakt

Du bist online mit einer Person in Kontakt mit der du ständig und über alles Mögliche schreibst und die du gerne mal persönlich kennenlernen möchtest? Jemanden zu treffen, den man nur aus dem Internet kennt, ist nicht automatisch gefährlich. Jedoch solltest du einiges beachten, um dich vor potenziellen Gefahren zu schützen.

  1. Triff dich an einem sicheren Ort

Wenn du jemanden nicht kennst, solltest du ihn zunächst an einem öffentlichen Ort treffen, an dem auch andere Menschen unterwegs sind. Falls du dich plötzlich unwohl fühlst, bist du der Situation nicht ausgeliefert. Den Ort sollte man gut erreichen und verlassen können. Geeignet ist zum Beispiel ein Café oder ein gut besuchter Park.

  1. Weihe andere ein

Erzähle deinen Eltern oder einem guten Freund von der Verabredung und vereinbare mit ihnen einen Zeitpunkt für einen Kontrollanruf.

  1. Lass dich zu nichts überreden

Deine Bekanntschaft will sofort, dass du mit an einen unbekannten Ort oder sogar zu ihm oder ihr nach Hause gehen sollst? Dann solltest du nicht darauf eingehen, sondern das Treffen beenden. Das gleiche gilt, wenn er oder sie dich zum Alkoholkonsum oder etwas anderem drängt, das du nicht willst.

  1. Verrate nicht zu viel von dir

Deine Verabredung will ungewöhnlich viele Details wie deine genaue Anschrift, Details zu deiner Schule oder deinem Arbeitsplatz wissen? Wie auch beim Online-Kontakt solltest du auch im echten Leben gegenüber Fremden nicht alles von dir preisgeben.

Manchmal erscheinen dir die Sicherheitsmaßnahmen eventuell übertrieben. Jedoch kannst du mit einfachen Mitteln den Großteil deiner Privatsphäre im Online- und Offline-Leben schützen. In diesem Fall gilt: Better safe than sorry!