Ist bei dir regelmäßig am Ende des Geldes noch viel Monat übrig? Dann hast du bestimmt schon einmal darüber nachgedacht, dein Taschengeld oder Ausbildungsgehalt aufzubessern – mit einem Nebenjob. Wir sagen dir, welche Mini-Jobs Spaß machen und was für Tätigkeiten für dich in Frage kommen.

Wer darf nebenher jobben?

Grundsätzlich: Kinderarbeit ist in Deutschland verboten. Doch gibt es Ausnahmen, die sind im Jugendarbeitsschutzgesetz geregelt. Kinder ab 13 Jahren dürfen – nur mit Zustimmung der Sorgeberechtigten – gegen Bezahlung leichte und altersgerechte Jobs übernehmen. Allerdings dürfen Minderjährige höchstens 2 Stunden pro Tag arbeiten, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass sonst die schulischen Leistungen unter der Erwerbstätigkeit leiden würden. Die Arbeitszeit darf sich natürlich nicht mit dem Schulunterricht überschneiden und sie darf nur zwischen 8 und 16 Uhr stattfinden.
Wenn du zwischen 15 und 17 Jahre alt bist, dann sind die Regeln etwas lockerer, weil du als Jugendlicher giltst. Du darfst zwischen 6 und 20 Uhr arbeiten, ab 16 Jahre in bestimmten Branchen sogar bis 22 Uhr. Aber auch in den Schulferien nicht länger als acht Stunden pro Tag.
Solltest du erst 12 oder sogar jünger sein, musst du wohl deine Eltern oder Großeltern fragen, ob sie dir fürs Rasenmähen, Einkaufen oder Autowaschen den einen oder anderen Extra-Euro zustecken.

Was gilt als Nebenjob?

Es gibt viele Begriffe, das kann die Sache etwas verwirrend machen – Minijobs, Schüler- oder Studentenjobs, Aushilfstätigkeiten, Gelegenheitsjobs, geringfügige Beschäftigung usw. Manche bezeichnen dasselbe, andere haben keine genau festgelegte Bedeutung. Wenn du noch zur Schule gehst, dann brauchst du für deinen Nebenjob nur Folgendes zu wissen:
Verdienst du weniger als 735 Euro im Monat, dann musst du von deinem Gehalt weder Sozialabgaben noch Steuern bezahlen. Diese zahlt nämlich der Arbeitgeber. Arbeitszeit und Gehaltshöhe sollten deshalb unbedingt schriftlich in einem Arbeitsvertrag geregelt werden. Denn Vorsicht: Für Minderjährige gelten die Regelungen zum Mindestlohn (derzeit 8,50 Euro/Std.) nicht. Also lass dich nicht übers Ohr hauen. Der Arbeitgeber muss deinen Nebenjob anmelden, sonst handelt es sich um Schwarzarbeit, die strafbar ist. Du benötigst immer deine Sozialversicherungsnummer, die aus 12 Ziffern besteht. Wurdest du nach 2005 geboren, hast du diese Nummer bereits bei deiner Geburt erhalten. Wurdest du davor geboren, wird sie dir einmalig nach Aufnahme der ersten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zugestellt. Die Sozialversicherungsnummer bleibt dein ganzes Leben lang unverändert.

Mit Spaß bei der Arbeit

Du willst endlich loslegen? Sieh dich in deiner Nachbarschaft nach Aushängen um, die Klassiker sind Gartenarbeiten, Babysitting, Zeitung austragen oder Aushilfe in der Gastronomie. Wer es etwas ausgefallener mag, der wird meist im Internet fündig. Für diese Jobs ist oft ein wenig Eigeninitiative gefragt:

Maskottchen

Ob Flyer verteilen oder in der Menge für gute Laune sorgen – als großes Plüschtier verkleidet können solche Arbeiten richtig Spaß machen. Und man wird von Freunden nicht dabei erkannt.

Freizeitpark

In Vergnügungsparks werden in den Sommerferien immer jede Menge Aushilfen gesucht, vom Aufpasser bis zum Abräumer. Und nach Feierabend darfst du so viel Achterbahn fahren, wie du möchtest.

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Urlaubsbegleitung

Wenn du eine Jugendgruppe auf ihrer Ferienreise begleitest, dann darfst du oft nicht nur umsonst mitfahren, sondern bekommst auch noch eine kleine Aufwandsentschädigung. Arbeiten, wo andere Urlaub machen – was will man mehr?

Tester

Ob die Umfragen klassischer Marktforschung, Teilnahme an wissenschaftlichen Studien oder das Ausprobieren von Webseiten, Apps und Games – mittlerweile wird alles Mögliche getestet. Vieles davon geht sogar easy von zu Hause aus.

Haustiersitter

Wenn dir deine kleinen Geschwister auf die Nerven gehen, dann kannst du trotzdem mit Aufpassen Geld verdienen – indem du mit den Hunden aus der Nachbarschaft Gassi gehst und sie tagsüber beschäftigst. Ein Traum für Tierfreunde!

Golfballsucher

Du glaubst nicht, wie viele Golfbälle am Ende jeden Tages verstreut über den ganzen Golfplatz liegen bleiben. Sie einzusammeln ist ein Job mit recht großer Trinkgeldgarantie. Eine Golfanlage gibt es bestimmt auch in Deiner Nähe.

An die meisten ausgefallenen Nebenjobs kommt man übrigens am einfachsten über persönliche Beziehungen. Bevor du ewig lang recherchierst, frag Bekannte und Verwandte, ob sie nicht jemanden kennen, der jemanden kennt, der… Oft sind die spannendsten Möglichkeiten näher, als du denkst.

Was war dein bisher außergewöhnlichster Nebenjob? Erzähle uns doch per DM auf Instagram von deinen ersten Erfahrungen im Arbeitsleben!