Ein Mädchen zeigt überzeugt und zufrieden auf ihren Laptop.

Das letzte Schuljahr geht schneller vorbei, als du denkst. Und dann gibt es neben und nach dem Abschlussstress auch noch viele andere Dinge zu tun. Ganz oben auf der Liste steht: die Berufswahl. Eine der klassischen Optionen ist hier der Beginn einer Ausbildung. Wenn du dich dafür entschieden hast, ist die Wahl allerdings noch nicht vorbei – dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zufolge sind in Deutschland rund 350 Ausbildungsberufe anerkannt.

Ausbildung – was ist das?

Der Begriff „Ausbildung“ bezeichnet umgangssprachlich die offiziell im Berufsbildungsgesetz (BBiG) sogenannte „duale Berufsausbildung“. Das zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit erlässt Ausbildungsordnungen, nur in den darin anerkannten Ausbildungsberufen dürfen Jugendliche unter 18 Jahren ausgebildet werden. Hierbei werden zwar bestimmte Vorgaben zu Umfang – je nach Beruf in der Regel zwei bis drei Jahre – und auch Inhalt gemacht, allerdings existieren für keinen der Berufe Vorschriften bezüglich der benötigter Schulabschlüsse oder sonstiger im Vorfeld zu absolvierender Fortbildungen.
„Dual“ ist die Ausbildung, weil sie sich aus zwei Teilen zusammensetzt: Der praktischen Wissensvermittlung im Ausbildungsbetrieb einerseits und dem theoretischen Lernen in einer Berufsschule andererseits. Beide sollen das pädagogische Ziel der standardisierten Vermittlung von anwendbaren Fertigkeiten verfolgen, die der gewerblichen Berufsausübung dienen.
Gut zu wissen: Es gibt übrigens keinen Unterschied zwischen einer „Ausbildung“ und einer „Lehre“, das eine Wort hat das andere einfach ersetzt. Ein Ausbildungsplatz und eine Lehrstelle meinen somit dasselbe.

Welcher Ausbildungsplatz passt zu mir?

Deine Eltern und Verwandten, womöglich auch deine Freunde fragen ständig: Was möchtest du später mal werden? Falls du dir noch nicht sicher bist, welcher Beruf zu dir passen könnte, dann gibt es online mehrere Möglichkeiten, das herauszufinden.
• Bei der Arbeitsagentur gibt es zum Beispiel den BERUFE Entdecker, ein Selbsterkundungstool für die ersten Schritte in der Berufsorientierung.
• Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) findest du Ausbildungberufe nach Talent und Interesse sortiert. Hier kannst du durch Angabe deiner Vorlieben die vorgeschlagenen Ausbildungsrichtungen noch weiter eingrenzen.
• Ganz ähnlich arbeitet der JobKompass der AOK. Dadurch, dass du nicht einfach nur deine Fähigkeiten und Neigungen angeben, sondern in eine Reihenfolge bringen musst, ist das Ergebnis vielleicht noch ein wenig aussagekräftiger.

Einen Ausbildungsplatz finden

Wenn du dich für einen Ausbildungsberuf entschieden hast, dann musst du dich auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz begeben. Das tust du über die Ausbildungsbetriebe, nicht die Berufsschulen. Zum Glück musst du nicht Firma für Firma das Internet durchkämmen – es gibt Jobbörsen, speziell auch für Azubis und solche, die es werden wollen.
Ein wichtiger Punkt hierbei ist natürlich das regionale Stellenangebot. Was nützt dir der schönste Ausbildungsplatz, wenn er am anderen Ende des Landes liegt? Denn da die meisten bei Ausbildungsantritt noch minderjährig sind, kommt ein Umzug selten in Frage. Deshalb lässt sich beispielsweise der Stellenfinder der AOK Rheinland/Hamburg nicht nur nach Berufsbezeichnungen, sondern auch nach Postleitzahlen durchsuchen. Probier’s mal aus, derzeit sind fast 900 offene Stellen gelistet.

Wie wirst du Azubi?

Am Schreiben einer Bewerbung führt kein Weg dran vorbei. Aber auch da hat die AOK etwas für dich: den azubiextraservice. Hier findest du etwa regelmäßige Online-Seminare zum richtigen, stressfreien Bewerben – für alle völlig kostenlos. Das Angebot begleitet Berufsstarter über den Ausbildungsbeginn hinaus mit Berichtsheften zum Download oder der richtigen Prüfungsvorbereitung. Einen Tipp haben wir schon einmal für dich: Gib deine Bewerbungsunterlagen am besten persönlich ab, das macht einen ambitionierten Eindruck.
Und wenn du überlegst, ob vielleicht sogar ein Job bei einer Krankenkasse für dich das richtige wäre, dann solltest du dir die AOK als Arbeitgeber einmal genauer ansehen. Wir wünschen dir jedenfalls viel Erfolg beim Start ins Berufsleben!
Zum Schluss noch ein Tipp: Falls es aus irgendeinem Grund mit dem Ausbildungsplatz nicht geklappt hat – mach ein Praktikum in deiner Wunschbranche. Unternehmen schätzen das Engagement und du erhöhst deine Chancen auf einen späteren Ausbildungsplatz beim Traumarbeitgeber. Oder findest vielleicht heraus, dass dir der Beruf doch nicht gefällt und du dich umorientieren solltest.

Wir hoffen, es sind hilfreiche Tipps für dich dabei. Verrate uns doch deine Traumausbildung oder schreibe uns, ob du schon einen Ausbildungsplatz in der Tasche hast. Wir freuen uns über eine Nachricht oder einen Kommentar von dir bei Instagram.