Ausbildung bei der AOK Rheinland/Hamburg © littlehenrabi / IStock

Zahlreiche Azubis hat die AOK Rheinland/Hamburg im vergangenen Jahr eingestellt. Im vigozone-Interview erklärt Stefan Focke aus dem Unternehmensbereich Personal/Bildung, welche Anforderungen Bewerber für eine Ausbildung bei der AOK erfüllen sollten und wie das Auswahlverfahren abläuft.

Welche Ausbildungswege gibt es bei der AOK?


Die AOK Rheinland/Hamburg bildet derzeit in vier verschiedenen Ausbildungsberufen aus:

1. Sozialversicherungsfachangestellter (m/w/d) – Allgemeine Krankenversicherung

2. Kaufmann (m/w/d) für Dialogmarketing

3. Fachinformatiker (m/w/d) – Fachrichtung Anwendungsentwicklung

4. Zahnmedizinischer Fachangestellter (m/w/d)

In einem weiteren Artikel stellen wir die Ausbildungsberufe detailliert vor.

Bis wann muss man sich bewerben und wann beginnt die Ausbildung? Wie lange dauert sie?

Die Ausbildungen bei der AOK Rheinland/Hamburg beginnen zum 01.08. eines Jahres und dauern alle drei Jahre. Wer sich für einen der Ausbildungsberufe interessiert, sollte sich ein Jahr vorher auf der Stellenbörse bewerben. Die Bewerbungsfrist wird jedes Jahr individuell festgelegt.

Welche Unterlagen muss man mitschicken?

Einzureichen sind ein Anschreiben, ein Lebenslauf sowie das aktuellste Zeugnis. Gerne können Praktikumsbescheinigungen etc. hinzugefügt werden.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen?

Die Noten in Mathe und Deutsch sollten mindestens „ausreichend“ sein.

Kann man sich auch erstmal für ein Praktikum bewerben?

Die AOK Rheinland/Hamburg bietet Schülerpraktikumsplätze an. Hier sollte man sich frühzeitig in der Region erkundigen, da diese Plätze sehr beliebt sind. Wenn man die Schule bereits abgeschlossen hat, lohnt es sich, Kontakt mit der AOK Rheinland/Hamburg aufzunehmen und gemeinsam eine Lösung zu finden.

Wo (Ort) arbeitet man während der Ausbildung und wird man auch versetzt? Welche Berufsschule?

Viele Einsätze finden wohnortnah statt. Für einige Themen wird man in unseren Service- und Kundenkontaktcentern eingesetzt.
Grundsätzlich gibt es drei Ausbildungsorte: Die fachpraktische Ausbildung findet im Betrieb, die fachtheoretische Ausbildung im eigenen AOK-Bildungszentrum statt. Dazu kommt der allgemeinbildende Teil in der Berufsschule (Duisburg, Düsseldorf, Köln oder Hamburg).

Gibt es eine Probezeit?

Ja, die Probezeit beträgt bei Ausbildungsverhältnissen drei Monate. Gründe, die Probezeit nicht zu bestehen, wären zum Beispiel Minderleistungen.

Wie viel Urlaub steht einem Azubi zu?

30 Tage.

Wie viele Stunden muss man je Tag/Woche arbeiten? Gibt es auch Überstunden?

Die Arbeitszeit pro Woche beträgt 38,5 Stunden und findet grundsätzlich montags bis freitags statt. Auszubildende sollen keine Überstunden machen, darauf achten unsere Ausbildungskoordinatoren, die sich um die Auszubildenden bewerben.

Habe ich denn auch ohne Abi eine Chance auf eine Ausbildung bei der AOK?

Ja, jeder darf sich gerne bewerben, der Interesse an Kundenberatung und den Umgang mit Gesetzestexten hat.

Muss ich eine Bewerbungsmappe einreichen?

Nein, nur digitale Bewerbungen über www.aok.de/karriere können berücksichtigt werden.

Was passiert, wenn Ihnen die Unterlagen gefallen?

1. Sichtung der Unterlagen
2. Einladung zum Onlinetest
3. Einladung zum Gruppenauswahlverfahren

Wie muss ich mir das vorstellen?

Im Gruppenverfahren gibt es verschiedene Übungen, wie Einzelübungen, Rollenspiele, Gruppendiskussionen oder auch Interviews.

Was kommt denn besonders gut bei Ihnen an? Jemand, der sich in einer Gruppendiskussion durchsetzt?

Es geht in Gruppendiskussionen um Teamfähigkeit. Durchsetzen alleine reicht also nicht aus!

Was sind absolute No-Gos?

Ellenbogenmentalität, andere nicht ausreden lassen, Egoismus!

Folgt noch ein richtiges Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung bei der AOK?

Dies ist Bestandteil des Gruppenauswahlverfahrens.

Sollten sich die Jugendlichen für diesen Tag dann auch genau wie für ein Vorstellungsgespräch anziehen?

„Modern chic“. Es muss bei Herren keine Krawatte sein, eine gepflegte Jeans mit Hemd ist super. Die Damen sollten nicht zu freizügig erscheinen: Rock zu kurz, Bluse zu weit ausgeschnitten. Warum? Wir sind der öffentliche Dienst und ein seriöses Unternehmen

Was ist mit Piercings und Tattoos?

Kein Problem!!

Wie wird ein Azubi bei der AOK während der Ausbildung betreut?

Bei der AOK Rheinland/Hamburg gibt es die Ausbildungskoordinatoren, die sich hauptberuflich um unsere Auszubildenden kümmern!

Und wie unterstützen sie die Azubis genau?

Koordination der Ausbildung, Lernhilfen, Ansprechpartner in allen Belangen.

Ist die Ausbildung unterteilt in Blöcke wie Schule und Praxis?

Blockweise. In der Ausbildung gibt es einen Ausbildungsplan. Hier weiß man, wann man in welcher Abteilung ist und wann man in das Bildungszentrum oder in die Berufsschule geht.

Wie hoch ist die Vergütung?

 

ab 01.08.2021 Sofa KfD FachIT ZMF
1.     AJ 1.092 EUR 991 EUR 1.092 EUR 991 EUR
2.     AJ 1.182 EUR 1.060 EUR 1.182 EUR 1.060 EUR
3.     AJ 1.281 EUR 1.123 EUR 1.281 EUR 1.123 EUR

 

Wie hoch ist die Chance, nach der Ausbildung übernommen zu werden?

Die AOK Rheinland/Hamburg bildet für den eigenen Bedarf aus, d.h., dass grundsätzlich alle Auszubildenden übernommen werden, wenn sie die Abschlussprüfung erfolgreich bestehen.

Kann man sich im nächsten Jahr erneut bewerben, falls es im Vorjahr nicht geklappt hat?

Bei jeder Bewerbung sollte man einen Plan B haben. Wenn es dieses Jahr nicht funktioniert hat, kann man sich gerne für das nächste Jahr bewerben. Allerdings sollte man sich überlegen, was man in der Zwischenzeit macht, denn eine Lücke im Lebenslauf sieht nicht gut aus!

Wie kann man weitere Fragen stellen oder mehr Informationen bekommen?

Entweder über die Karriere-Seite der AOK Rheinland/Hamburg oder per Mail an: karriere@rh.aok.de

Und was passiert, wenn man’s geschafft hat? Das haben wir Alexandros gefragt, der eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten bei der AOK Rheinland/Hamburg absolviert hat. Lies dir das Interview hier durch!