So kannst du einer Blasenentzündung vorbeugen fotolia.de

Sie ist schmerzhaft und lästig: Die Blasenentzündung, von Medizinern Zystitis genannt. Eine Blasenentzündung ist meist eine bakterielle Infektion, die prinzipiell jeder Mensch bekommen kann. Doch es gibt Risikofaktoren, vor denen man sich schützen und so einer Blasenentzündung vorbeugen kann. Ist es doch zu einer Blasenentzündung gekommen, lässt diese sich meist gut behandeln, wenn man einige Dinge beachtet.

Was ist eine Blasenentzündung und woran erkennt man sie?

Eine Blasenentzündung entsteht, wenn Bakterien in die Harnröhre gelangen, die dann in die Blase aufsteigen, wo sie die Schleimhaut oder die ganze Harnblasenwand entzünden. Etwa jede zweite Frau leidet mindestens einmal im Leben an einer Blasenentzündung. Sie sind häufiger betroffen als Männer. Das liegt daran, dass Frauen eine kürzere Harnröhre haben als Männer und Bakterien dadurch leichter in die Blase hinaufsteigen können.

Bei einer Blasenentzündung muss man trotz leerer Blase ständig auf Toilette und spürt ein unangenehmes Brennen beim Wasserlassen. Außerdem lässt sich die Blase meist nur Tröpfchenweise entleeren.

Einer Blasenentzündung vorbeugen – mit diesen Tipps

Ein schwaches Immunsystem oder eine Unterkühlung können eine Blasenentzündung begünstigen. Deshalb sollte man sich mit der richtigen Kleidung vor Nässe und Kälte schützen und vor allem kalte Füße vermeiden und sich nicht auf kalte oder nasse Bänke oder andere Untergründe setzen. Im Sommer sollte man nasse Badekleidung immer gleich wechseln.

Neben äußerlichen Faktoren ist es wichtig, genügend zu trinken – circa 2 Liter Wasser oder Tee pro Tag – und regelmäßig die Blase zu entleeren. So können sich die Bakterien nicht so leicht festsetzen.

Bakterien können aber zum Beispiel auch bei falscher Toilettenhygiene in die Harnröhre gelangen. Deshalb sollte man mit dem Toilettenpapier immer von vorne nach hinten wischen, um zu vermeiden, dass Bakterien in den Genitalbereich gelangen. Auch übertriebene Hygiene im Intimbereich sowie die häufige Verwendung von feuchtem Toilettenpapier und parfümierten Slipeinlagen können eine Blasenentzündung begünstigen, da sie die natürlichen Abwehrkräfte der Harnwege schwächen, womit die Anfälligkeit für Infekte höher wird.

Wer einer Blasenentzündung vorbeugen möchte, sollte außerdem nach dem Sex zur Toilette gehen, um mögliche Keime direkt wieder auszuspülen.

Blasenentzündung vorbeugen: Tee

Behandlung einer Blasenentzündung

Zwar kann man mit einigen Tipps in vielen Fällen einer Blasenentzündung vorbeugen, doch ist es doch einmal zu einem Infekt gekommen, lässt sich dieser meist gut behandeln. Bei einer Blasenentzündung sollte man sich Ruhe gönnen und den Körper warmhalten. Außerdem ist es wichtig, viel zu trinken, etwa 3-4 Liter am Tag, damit die Bakterien ausgeschwemmt werden. Auch Cranberries helfen bei Blasenentzündungen. Sie erschweren es den Bakterien, sich in der Harnblasenwand anzusiedeln. Mit Cranberrysaft lässt sich die Wirkung der Beeren mit dem Trinken verbinden. Außerdem gibt es auch spezielle Blasen- und Nierentees, die bei einer Blasenentzündung helfen können.

Wenn die Beschwerden länger als zwei Tage anhalten und die Hausmittel nicht gegen die Schmerzen helfen, sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Das gilt auch bei Fieber oder wenn blutiger, trüber oder stark riechender Urin auftritt.

Der Arzt kann die Blasenentzündung mit entzündungshemmenden Medikamenten behandeln. Manchmal kommen Antibiotika zum Einsatz, das ist jedoch nicht immer nötig.

Auch wenn Blasenentzündungen meist bei Mädchen und Frauen vorkommen, sollten Jungs und Männer Schmerzen beim Wasserlassen unbedingt umgehend untersuchen lassen, um die genaue Ursache der Beschwerden zu klären.