Skater Girl schläft auf Mauer

Bist du nach der Schule auch immer so müde? Fallen dir nach dem Mittagessen die Augen schon von alleine zu? Macht nichts! Im Gegenteil: Das kleine Energietief lässt sich super nutzen! Wie das geht? Ganz einfach: Augen zu und schlafen. Wieso uns Power-Naps– so heißen kurze Nickerchen am Mittag – wieder fit machen und wie du zum Mittagsschlaf-Profi wird.

Powernapping hat Tradition

Vielleicht kennst du ja die berühmte Siesta in Spanien, zu der sich das gesamte Land jeden Mittag zum Essen und zur Ruhe zurückzieht? Auch in Japan sind Nickerchen im Park oder über dem Schreibtisch schon lange Tradition. Inzwischen haben sich die Vorteile des Powernapping auch in einigen amerikanischen und europäischen Firmen herumgesprochen. Mitarbeiter gönnen sich in Relax-Räumen oder speziellen Nap-Kapseln eine Ruhepause. Selbst auf Flughäfen kann man sich in kugeligen Schlafsesseln, so genannten Energy-Pods, kurz mal die Augen zu machen und Kurzschlaf hingeben. Es lebe der Power-Nap!

Das Bio-Aufputschmittel am Mittag

Viele Wissenschaftler und Schlafforscher auf der ganzen Welt haben den Power-Nap untersucht. Sie kamen zu dem Schluss, dass die kleinen Erholungsphasen unsere Konzentration erhöhen und uns sogar wieder aufmerksamer machen. Eine NSA -Untersuchung konnte zeigen, dass die Reaktionsschnelligkeit von Piloten nach den Power-Naps zugenommen hat. Die gute Nachricht: Vom Powernapping profitieren wir alle, egal ob wir im Cockpit, am Schreibtisch oder in der Schule sitzen. Denn durch das kleine Nickerchen verbessern sich das Kurzzeitgedächtnis und die Fähigkeit zu lernen. Das Gehirn kann im Schlaf die zuvor gelernten Informationen besser verarbeiten. Verantwortlich dafür sind Stresshormone und Botenstoffe im Gehirn, die dank des kleinen Mittagsschlafs wieder aufs Normalmaß sinken. Andere Stoffe dagegen, wie etwa das Glückshormon Serotonin, nehmen zu. Kurz: Der Power-Nap stärkt deine Leistungskraft und baut Stress ab. Das hebt die Stimmung – und die gute Laune ist wieder zurück. Ähnlich ist es beim Sport.

Teenager mit Kopfhörern
Ein Power-Nap geht überall

Biorhythmus – ein Up and Down an Energie 

Aber warum werden wir eigentlich mittags so müde? Das ist völlig normal, denn das hat mit unserer inneren Uhr und unserem Biorhythmus zu tun. Der bestimmt unsere Leistungskurve: Um die Mittagszeit, zwischen 12 und 14 Uhr, erreicht sie ihr absolutes Tief. Beste Zeit also, deine Akkus wieder zu füllen und eine Entspannungsphase einzulegen.

Fünf Tipps für‘s perfekte Powernapping

  • Dein Power-Nap sollte mindestens zehn Minuten, idealerweise 20 bis 30 Minuten dauern. Wer länger schläft, wacht müde auf. Denn dein Körper wechselt dann in eine tiefere Schlafphase. Deswegen gilt: Wer nicht von alleine aufwacht, sollte sich einen Wecker stellen.
  • Eine gute Uhrzeit für den Power-Nap ist am Mittag zwischen 13 und 14 Uhr, am besten also nach dem Mittagessen. Dann braucht der Körper seine Energie ohnehin für die Verdauung.
  • Für Power-Naps brauchst du nicht ins Bett zu legen. Es klappt auch gut im Sitzen auf dem Sessel, liegend am Boden auf einer Isomatte oder vornübergebeugt am Tisch.
  • Handy und Computer ausschalten – damit du ohne Ablenkung powernappen kannst.
  • Übrigens: Wer nachts ständig zu wenig schläft, kann das nicht mit dem Power-Nap ausgleichen. Teenager brauchen täglich acht bis zehn Stunden Schlaf.

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