Regelschmerzen, Sex, Menstruationstasse und Co. – Wichtige Infos zur Periode

Menstruation, Regel, Periode oder Tage: Es gibt viele Namen für den Zeitraum im Zyklus einer Frau, in dem sie ihre Blutungen hat. Doch woher kommt diese Regelblutung, warum haben viele Frauen Regelschmerzen und was ist eigentlich eine Menstruationstasse? In diesem Beitrag findet ihr die Antworten.

Was passiert bei der Periode?

Der sogenannte Zyklus der Frau dauert etwa 28 Tage. Der erste Tag des Zyklus ist auch der erste Tag der Periode, die etwa drei bis sieben Tage andauert. Wenn man die Pille einnimmt, ist der Zyklus meistens sehr regelmäßig, anderenfalls kann er deutlich kürzer oder länger als 28 Tage dauern beziehungsweise sich auch verändern. Also keine Panik, wenn der Zyklus um ein paar Tage abweicht, das kann passieren und ist gerade bei jungen Mädchen ganz normal. Ist das aber häufiger der Fall oder bleibt die Regel aus, sollte man sich Rat beim Frauenarzt suchen.

Im Zyklus kommt es circa am 14. Tag zum Eisprung, der die Voraussetzung für eine Schwangerschaft ist. Die Eizelle wandert dann durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Dort hat sich während des Zyklus Gebärmutterschleimhaut aufgebaut, um eine befruchtete Eizelle aufnehmen zu können. Wird die Eizelle nicht befruchtet, wird auch die Gebärmutterschleimhaut nicht benötigt und deshalb von der Gebärmutter ausgestoßen. Dadurch wird die Blutung verursacht.

Um den Überblick zu behalten, hilft es, sich die Tage aufzuschreiben, an denen man seine Periode hat. So kann man den Verlauf auch über mehrere Monate hinweg beobachten und ihn falls nötig mit dem Arzt besprechen.

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Woher kommen die Regelschmerzen?

Diese Tage werden bei vielen Frauen von Regelschmerzen begleitet, die ganz unterschiedlich stark auftreten, manche Frauen haben überhaupt keine Beschwerden.

Um die Gebärmutterschleimhaut loszuwerden, zieht sich die Gebärmutter zusammen, weshalb es zu krampfartigen Schmerzen kommen kann. Verantwortlich dafür ist der Schmerzbotenstoff Prostaglandin, der kurz vor der Periode im Körper stärker gebildet wird als sonst.

Neben Schmerzen im Unterleib und unteren Rücken können auch weitere Symptome wie Stimmungsschwankungen, Übelkeit und Durchfall auftreten. Sind die Beschwerden schon in den Tagen vor den Tagen so stark ausgeprägt, dass dadurch der Alltag der Frau beeinträchtigt wird, spricht man vom Prämenstrualen Syndrom (PMS). Weitere Symptome können zum Beispiel Kopfschmerzen und eine spannende Brust sein.

Wenn die Regelschmerzen regelmäßig besonders stark sind, sollte die richtige Behandlung mit dem Frauenarzt abgesprochen werden. Das ist wichtig, da es sich bei sehr starken Unterleibsschmerzen auch um die Krankheit Endometriose handeln kann, die häufig unentdeckt bleibt. Mehr zum Thema Endometriose erfahrt ihr hier.

Binde, Tampon, Menstruationstasse – was ist das Richtige für mich?

Ob sie lieber Binden oder Tampons verwendet, muss jedes Mädchen und jede Frau selbst herausfinden. Auch Tampons können übrigens bereits ab der ersten Regel benutzt werden. Die Scheide ist bereits weit genug und das Jungfernhäutchen ist sehr elastisch. Ein Tampon passt daher problemlos hindurch. Trotzdem ist es ganz normal, dass es etwas Übung erfordert, bis der Tampon richtig sitzt.

Unabhängig davon, was man selbst lieber benutzt, kennt Tampons und Binden vermutlich jeder. In letzter Zeit hört man aber auch immer öfter von Menstruationstassen, die gerade bei vielen Influencern ein Thema sind.

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Menstruationstasse – was ist das überhaupt?

Menstruationstassen sehen aus wie kleine Becher und bestehen aus einem medizinischen Silikon. Sie kosten meist zwischen 20 und 30 Euro, sind also in der Anschaffung auf den ersten Blick teurer als Binden oder Tampons, können aber auch mehrere Jahre verwendet werden, wenn man sie richtig pflegt. Es gibt verschiedene Größen, die passende wird je nach Körperbau der Frau und Stärke der Blutung ausgewählt.

Die Anwendung funktioniert zusammengefasst so: Die Menstruationstasse wird zusammengefaltet und ähnlich wie ein Tampon eingeführt. Dort entfaltet sie sich wieder, fängt das Blut auf und kann nach Angaben der Hersteller bis zu zwölf Stunden am Stück getragen werden. Das hängt aber natürlich von der Stärke der Periode ab. Nach dem Entnehmen kippt man das Blut in der Toilette aus, reinigt die Tasse unter laufendem Wasser und kann sie anschließend wiederverwenden. Regelmäßig muss jedoch auch eine gründliche Reinigung und Desinfektion mit kochendem Wasser erfolgen. Alle Schritte, die zu beachten sind, finden sich in den Hinweisen der Hersteller. Wenn man sie richtig verwendet, gilt die Menstruationstasse als sehr hygienisch und vor allem umweltschonend. Außerdem berichten viele Frauen, dass sie sehr angenehm zu tragen und nicht zu spüren ist. Am besten lässt man sich vor dem Umstieg auf Menstruationstassen von seinem Frauenarzt beraten, um alle wichtigen Fragen zu klären.

Wichtig ist in jedem Fall die richtige Hygiene. Dazu zählt vor allem vor und nach dem Wechseln des jeweiligen Produkts die Hände zu waschen. Außerdem gehören Tampons und Binden immer in den Mülleimer. Erstens schont das die Umwelt, zweitens kann die Toilette sonst verstopfen.

Sex während der Periode – geht das?

Wenn beide Partner Lust darauf haben, ist Sex auch während der Periode kein Problem. Manche Mädchen haben vor und während der Menstruation sogar mehr Lust auf Sex, andere weniger. Tampons müssen allerdings vor dem Sex entnommen werden. Damit kein Blut im Bett landet, kann man zum Beispiel auch einen Soft Tampon benutzen. Dieser sieht aus, wie ein kleiner Schwamm und wird wie ein normaler Tampon eingeführt. Allerdings ist er besonders weich und beim Sex nicht zu spüren.

Da Spermien einige Tage in der Vagina überleben können, ist es wichtig, auch während der Periode zu verhüten. Die Spermien könnten sonst eventuell bis zum nächsten Eisprung überleben und die Eizelle befruchten, was zu einer Schwangerschaft führen würde.