Macht uns Brainfood wirklich schlau? – 5 Ernährungs-Facts für mehr Leistungsfähigkeit

Schlau durch die richtige Ernährung – sogenanntes Brainfood soll das möglich machen. Es gibt unzählige Hersteller, die solche vermeintlichen Schlaumacher als Pulver oder in Kapseln zur Nahrungsergänzung anbieten. Doch braucht man wirklich spezielles Brainfood, um sein Gehirn auf Hochleistung zu bringen?

Am besten funktioniert der Körper, wenn er gesund ist. Das gilt natürlich auch für das Gehirn. Da es mehr als 20 Prozent unseres täglichen Energiebedarfs beansprucht, ist es auf bestimmte Nährstoffe angewiesen. Wenn wir unser Gehirn optimal mit wertvollen Nährstoffen versorgen, kann das die Konzentration und Leistungsfähigkeit unterstützen. Dazu sind in der Regel keine Brainfood-Präparate notwendig. Die richtige Ernährung für das Gehirn findet man nämlich in vielen natürlichen Lebensmitteln. Auf was es dabei ankommt, erfährst du in unseren fünf Brainfood-Facts:

5 Ernährungs-Facts für mehr Leistungsfähigkeit

Brainfood Kohlenhydrate

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1. Komplexe Kohlenhydrate machen leistungsfähiger

Jeden Tag müssen wir uns in der Schule, Ausbildung oder im Studium konzentrieren, um unsere Aufgaben zu erledigen. Damit unser Gehirn über einen längeren Zeitraum leistungsfähig bleibt, benötigt es besonders in Prüfungsphasen oder Stresssituationen die richtige Nährstoffversorgung.

Traubenzucker ist besonders bei Prüfungen beliebt, um die Leistungsfähigkeit zu steigern und sich besser konzentrieren zu können. Doch leider hilft reiner Traubenzucker (Glucose) dabei nur für einen kurzen Moment, in dem der Blutzuckerspiegel stark in die Höhe getrieben wird. Nach etwa 20 Minuten fällt dieser jedoch wieder und kann dann sogar unter dem Wert von vor der Einnahme liegen. Das ist auch bei Lebensmitteln der Fall, in denen Einfach- und Zweifachzucker enthalten ist, also beispielsweise bei Süßigkeiten wie Schokolade oder Gummibärchen. Mehr zum Thema Zucker erfährst du hier.

Statt reinem Traubenzucker sollte man daher lieber auf komplexe Kohlenhydrate zurückgreifen, die Glucose langsam an das Blut abgeben und so dafür sorgen, dass man über Stunden gleichmäßig mit Energie versorgt wird. Dazu zählen zum Beispiel Vollkornprodukte, Haferflocken, Gemüse oder Hülsenfrüchte. Als kleine Mahlzeiten für zwischendurch eignen sich Obstsorten wie Äpfel, Bananen oder Beeren. Wenn das Gehirn gleichmäßig mit Energie versorgt wird, lassen sich auch nervige Nachmittagstiefs vermeiden.

Brainfood Omega-3-Fettsäuren in Lachs

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2. Omega-3-Fettsäuren unterstützen starke Nerven

Bei Omega-3-Fettsäuren handelt es sich um ungesättigte Fette, die ein wichtiger Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sind. Enthalten sind sie in fetten Fischsorten, wie Lachs oder Forelle, aber auch in Raps-, Walnuss- und Leinöl sowie Nüssen. Sie unterstützen starke Nerven und können so dabei helfen, Stimmungsschwankungen und Depressionen zu vermeiden. Daher sollte man etwa zweimal pro Woche Mahlzeiten mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen.

Brainfood Eiweiß in Nüssen

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3. Eiweiße lassen Zellen besser kommunizieren

Nüsse, Hülsenfrüchte, mageres Fleisch, Milchprodukte und Fisch sind ideale Eiweißlieferanten. Sie enthalten hochwertige und gleichzeitig leicht verdauliche Proteine. Das macht nicht nur satt und unterstützt die Leistungsfähigkeit der Muskeln, sondern auch die Gehirnzellen. Aminosäuren, so nennt man die kleinsten Bausteine der Eiweiße, sind nämlich wichtig für die Herstellung von Botenstoffen für das Gehirn. Diese Botenstoffe sorgen dafür, dass Informationen zwischen den Gehirnzellen übermittelt werden.

Brainfood Vitamine und Mineralstoffe gegen Stress

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4. Mineralstoffe und Vitamine helfen gegen Stress

B-Vitamine, Kalzium, Magnesium und Kalium stärken und schützen die Nerven und helfen dadurch Stress zu vermeiden. Wichtige Vitamine und Mineralstoffe werden bei einer ausgewogenen Ernährung in der Regel automatisch aufgenommen. Menschen mit einer chronischen Erkrankung sollten ihre Blutwerte allerdings regelmäßig von einem Arzt untersuchen lassen, da bei ihnen die Gefahr für Mangelerscheinungen höher ist. Das gilt auch für Personen, die durch ihre Ernährung ganze Lebensmittelgruppen von ihrem Speiseplan ausschließen, wie es zum Beispiel bei Veganern der Fall ist.

Brainfood Wasser

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5. Wasser vermeidet Konzentrationsprobleme

Flüssigkeitsmangel kann zu Konzentrationsproblemen, Müdigkeit und Kopfschmerzen führen. Deshalb sollte man circa zwei Liter Wasser pro Tag trinken. So wird die Durchblutung des Körpers unterstützt und das Gehirn optimal mit Sauerstoff versorgt. Wem es schwerfällt ausreichend Wasser zu trinken, kann auch auf ungesüßte Tees oder Saftschorlen zurückgreifen.

Mehr Power und Leistungsfähigkeit durch Brainfood

Zwar wird man durch bestimmtes Essen nicht schlauer, aber man sollte seinem Gehirn zumindest die Voraussetzungen dafür geben, optimal arbeiten zu können. Es braucht dazu allerdings kein spezielles Brainfood. Vielmehr ist eine ausgewogene Ernährung wichtig, da sie alle wichtigen Nährstoffe enthält, die das Gehirn benötigt und den ganzen Körper fit hält. Mehr zum Thema ausgewogene Ernährung erfährst du hier. Doch es kommt nicht nur darauf an „was“, sondern auch „wie“ man isst. Da das Gehirn keine Vorräte anlegen kann, ist es sinnvoll, es durch mehrere kleine Mahlzeiten am Tag mit den wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Wichtig für eine hohe Leistungsfähigkeit ist neben der Ernährung außerdem genügend frische Luft und Bewegung als Ausgleich, um neue Energie tanken zu können.