Jeder kennt sie, jeder hasst sie: Pickel!
Sie kommen meist dann, wenn man sie am wenigsten braucht und dann auch selten allein. Aber wann spricht man eigentlich von unreiner Haut und ab wann von Akne? Häufig werden die Begriffe „unreine Haut“ und „Akne“ nämlich gleichbedeutend verwendet. Aus medizinischer Sicht gibt es aber deutliche Unterscheide. Während einzelne Pickel zwar nervig, aber harmlos sind, spricht man bei Akne man von einer Hauterkrankung.

Was ist Akne?

Akne ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen. Von Akne spricht man also, wenn es nicht bei vereinzelten kleinen Pickeln bleibt: Die Haut produziert viele Mitesser, Papeln oder Pusteln, die zudem immer wiederkehren und sich entzünden. Sie ist eine der am häufigsten auftretenden Hauterkrankungen und trifft besonders Jugendliche in der Pubertät. Ursache dafür ist der Anstieg der Hormone im Körper und die erhöhte Talgproduktion während dieser Zeit.

Ihr seid nicht allein: Der Großteil der Jugendlichen (bis 80%) ist von der so genannten gewöhnlichen Akne (acne vulgaris) betroffen. Etwa 60 % davon sind milde Verläufe, die keiner ärztlichen Behandlung bedürfen, sondern mit rezeptfreien Präparaten gut behandelt werden können. Die anderen 40% leiden an einem heftigeren Krankheitsverlauf. Die gute Nachricht: Akne ist behandelbar. Ein Hautarzt kann euch helfen, die lästigen Pickel und oft schmerzenden Entzündungen in den Griff zu bekommen. Nach der Pubertät ist der Spuk meist vorbei.

Sogar Heiko von DieLochis hat mit starker Akne zu kämpfen. Denn: Neben den körperlichen Beschwerden geht die Erkrankung häufig mit seelischen Belastungen einher. Je nach Schwere der Erkrankung kann das Selbstwertgefühl herabgesetzt werden. Seine Botschaft: Bleibt positiv und lasst euch nicht runtermachen! #nobodyisperfect

Auch Leistungsdruck, Stress oder Konflikte können die Hauterkrankung verursachen. Ungesunde Lebensweisen wie Rauchen und eine unausgewogene Ernährung können Akne begünstigen.

Anhand der Anzahl der Mitesser und Pickel unterscheidet man zwischen drei Formen:

  • Leichte Akne (Akne comedonica)

Bei dieser Form treten hauptsächlich Mitesser und keine Pickel auf. Es bilden sich keine tiefen Entzündungen. Aknenarben bleiben bei der leichten Form aus.

  • Mittelschwere Akne (Akne papulopustolosa)

Die Haut weist deutlich mehr Eiterpickel und Knötchen auf. Tiefe Entzündungen bilden sich selten, auch Aknenarben bleiben selten zurück. Wendet euch an einen Arzt oder an einen Apotheker und lasst euch bezüglich eines wirksamen Produkts beraten. Auf Experimente aus der Drogerie oder dem Supermarkt am besten weitestgehend verzichten.

  • Schwere Akne (Akne conglobata)

Schmerzende Entzündungen, sehr viele und tiefe Pickel kennzeichnen die schwere Form der Akne. Häufig breiten sich die Pickel vom Gesicht auch auf Rücken und Brust aus. Es entstehen Aknenarben, weil sich unter der Haut Gänge zwischen den einzelnen Pickeln bilden und sich verbinden. Bei dieser Form sollet ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen. Er kann euch helfen, die Haut mittels geeigneter Medikamente und Therapien wieder in den Griff zu bekommen.

Was ist unreine Haut?

Unreine Haut kennzeichnet sich durch vereinzelte Pickel und/oder gerötete Hautstellen. Pickel entstehen, wenn die Hautporen durch Schmutz, Schweiß und Talg verstopft sind. Talg und Hautöle können dann nicht mehr abtransportiert werden und verbleiben unter der Hautoberfläche.

Pickel kann man in zwei Kategorien einteilen:

  • Mitesser
  • Papeln oder Pusteln

Mitesser sind kleine, geschlossene Hügelchen auf der Haut. Hat der Mitesser einen schwarzen Punkt, so spricht man von einem offenen Mitesser. Die schwarze Farbe ist übrigens Melanin, ein Hautfarbstoff, der sich in Verbindung mit Sauerstoff dunkel färbt.

Kleiner Exkurs: Wisst ihr, warum der Mitesser eigentlich Mitesser heißt?
Es geht auf den Aberglauben zurück, dass die Talgausscheidungen aus verstopften Poren über lange Zeit für Würmer gehalten wurden, die sich unter der Haut bilden. Dieser Annahme nach aßen diese kleinen, fiesen Würmchen den Menschen die Nahrung weg, sie also praktisch mit.  Das ist natürlich totaler Quatsch und richtig spooky 👻.  Dieser Irrglaube ist heute wissenschaftlich widerlegt, nur der Name Mitesser ist geblieben.

Im Gegensatz zu einfachen Mittessern sind Papeln oder Pusteln entzündete Mitesser. Papeln sind tastbare Knötchen unter der Hautoberfläche. Bildet sich dazu ein Eitersäckchen, spricht man von einer Pustel oder auch dem allseits bekannten und unbeliebten Eiterpickel.

9 Tipps, die bei Pickeln wirklich helfen, findet ihr hier.