Fünf junge Freude springen von einem Steg in den See. Es ist ein schöner, sonniger Tag.

Durch Corona haben sich noch mehr Dinge vom Real Life ins Internet verlagert – Videocalls statt echter Treffen, Onlineshopping statt Schaufensterbummel. Und das ist ja auch gut so (gewesen). Kontaktbeschränkungen haben die Ausbreitung des Virus so stark verlangsamt, dass nun überall (allmählich) wieder Lockerungen in verschiedenen Bereichen möglich sind, solange die Infektionszahlen niedrig sind.
Mit diesem Lockerungen geht bei vielen, vielleicht auch bei dir, der Wunsch einher, nicht mehr länger ständig vor einem Bildschirm zu hängen. Die Idee des sogenannten Digital Detox – kleine analoge Auszeiten vom Always-On – hat natürlich schon vor der Pandemie existiert, jetzt kommt sie langsam wieder zurück. Aber diesen Vorsatz dann auch wirklich umsetzen, stellt sich oft als gar nicht so leicht heraus.
Deshalb haben wir fünf Tipps und Tricks für dich, wie du digitale Gewohnheiten und manchmal auch Abhängigkeiten bekämpfen kannst.

1. Push-Benachrichtungen abstellen

Smartphones sind unsere ständigen Begleiter. Und haben so manche Tricks drauf, wie wir ihnen möglichst viel Aufmerksamkeit widmen. An erster Stelle stehen wir die Benachrichtigungen verschiedenster Apps, die ständig auf dem Sperrbildschirm deines Handys aufblinken. Klar, sie sind praktisch und halten uns auf dem Laufenden – aber frag dich mal ehrlich, wie viele davon richtig nötig sind. Siehst Du? Du musst sie auch nicht alle komplett ausschalten, in den Einstellungen deines Smartphones lassen sie sich für einzelne Apps und sogar Kontakte deaktivieren. Probiere es aus und du wirst automatisch seltener zum Handy greifen, wenn sein Display längere Zeit schwarz bleibt.

2. Spezialgeräte nutzen

Nochmal das Smartphone. Es ist mittlerweile viel mehr als ein Mobiltelefon, als echter Alleskönner vereint es die Funktionen, die früher Wecker, Kalender, Zeitung und Spielkonsole übernommen haben. Leider dient diese Tatsache auch oft als Rechtfertigung, das gute Stück so gut wie niemals mehr aus der Hand zu legen. Wenn du dir also wieder einen kleinen Fotoapparat oder ein Tagebuch aus Papier anschaffst, hast du gleich ein paar Ausreden weniger, ununterbrochen durch die Gegend zu scrollen und swipen.

3. Feste Gamingtage

Kennst du sicher auch: Gerade nichts zu tun, also wird schnell mal der Rechner oder die Konsole angeschmissen, um ein Ründchen zu zocken. Nur bleibt man halt oft dran kleben – noch das nächste Level schaffen oder ein neues Spiel antesten… Und ehe du dich versiehst, ist es draußen dunkel und der Tag gelaufen. So war das nicht geplant. Gaming macht Spaß und ist in Maßen auch sicher nicht verwerflich. Damit du es nicht übertreibst, hilft es sich einen oder zwei Tage die Woche speziell dafür zu reservieren. So kannst du dich auch prima mit Freunden zum gemeinsamen Onlinespielen verabreden.
Und falls du kein Zocker bist: Der Tipp lässt sich übrigens auch wunderbar auf das Bingewatching von Serienstreams anwenden.

4. Elektro-freies Zimmer

Idealerweise erklärst du dein Schlafzimmer zum Monitor- und Handy-Sperrgebiet. Geglotzt wird ausschließlich im Wohnzimmer und wenn du dir – siehe Tipp 2 – einen separaten Wecker besorgst, dann kannst du getrost auf dein Smartphone auf dem Nachtisch verzichten und kommst so auch nicht in Versuchung, vor dem Schlafen endlos durch die Timelines zu scrollen oder noch vor dem Aufstehen alle Nachrichten der letzten Nacht zu lesen.
Falls du noch zu Hause wohnst, ist das natürlich schwieriger umzusetzen. Sprich doch mit deinen Eltern und mache sie zu einem Teil deines Detox-Projekts. Dann eignet sich wahrscheinlich die Küche als Bildschirm-freie Zone am besten.

Drei junge Freunde laufen lachend eine Straße entlang. Zwei von ihnen tragen Skateboards.

5. Wirklich analoge Treffen

Echte Verabredungen werden wieder mehr, sind aber insgesamt trotzdem seltener geworden – also sollte diese Zeit auch als kostbarer behandelt werden. Wenn du dich mit Freunden verabredest, dann lasst bei euren Treffen einfach die Smartphones und Handhelds stecken. Meetet euch bewusst an Orten, an denen es nicht vor Bildschirmen nur so wimmelt, zum Beispiel im Park. Im Kreis deiner Freunde, beim Reden von Angesicht zu Angesicht, musst du nicht ständig dein Handy checken. Das klappt übrigens noch besser, wenn du die ersten beiden Tipps beachtest.

Wir hoffen, es sind hilfreiche Tipps für dich dabei. Du musst auch nicht unbedingt alle sofort und auf einmal angehen. Schreib uns bei Instagram, welchen unserer fünf Tricks du als erstes ausprobieren möchtest.