6 Männer und Frauen sitzen in einer Reihe. Vor ihren Gesichtern Blätter mit großem Fragezeichen.

Der erste Schritt ist geschafft: Dein Bewerbungsschreiben kam gut an und du wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Du freust dich wahrscheinlich riesig, doch schnell weicht die Freude und macht Platz für Nervosität und Bedenken. Mach dich nicht verrückt! Bleib du selbst, vermeide die 5 No-Gos, die wir hier für dich gesammelt haben, und du kommst deinem Traumjob ein Stück näher!

No-Go 1: unpassendes Auftreten

Lieblingsjogginghosen sind was Tolles. Aber im Bewerbungsgespräch haben sie nichts zu suchen – ganz egal, für welchen Job du dich bewirbst und wie leger deine spätere Arbeitskleidung sein wird. Neben dem Outfit genauso wichtig ist ein gepflegtes Äußeres: Zur grundlegenden Hygiene gehören zum Beispiel frisch gewaschene Haare und die Vewendung von Deo. Informiere dich am besten über den Dresscode der Firma und passe dich diesem an. Bei den meisten Unternehmen kommen schlichte Jeans und Hemd oder Bluse gut an.

No-Go 2: vergessen, mit wem du es zu tun hast

Es ist soweit: Du betrittst die Firma, erreichst den Empfang, bist nervös und sagst: „Guten Tag, ich bin zum Vorstellungsgespräch hier“. „Bei wem?“, wirst du gefragt und grübelst. Wie hieß er/sie noch gleich? Du hast keine Ahnung. Der Herr am Empfang aber genauso wenig. Schließlich telefoniert er den gesamten Betrieb durch. „Herr Müller“, sagt er, „sie haben das Vorstellungsgespräch bei ihm“. Doch leider hat das Telefonieren wertvolle Minuten gekostet. Du hinterlässt nicht nur einen unorganisierten Eindruck und bereitest dem Herrn am Empfang Mehrarbeit, sondern Herr Müller hat auch keine Zeit mehr. Ihn zu finden kostete 17 Minuten, weitere 5 dauerte es, bis er zum Empfang kam und nun hat er noch sagenhafte 8 Minuten statt 30 um mit dir zu sprechen. Du hast es dir verspielt. Doch nicht nur den Namen deines Ansprechpartners zu vergessen kann K.O.-Kriterium sein, auch zu wenig Wissen über die Firma kommt nicht gut an. „Warum haben sie Interesse an einer Ausbildung bei uns?“, fragt Herr Müller eilig. Hm. „Sie machen was mit Technik. Das interessiert mich!“, antwortest du. Aha. Und was? Technik ist wie viele andere ein viel zu großer Begriff. Informiere dich, was die Firma genau macht, wofür sie bekannt ist und antworte differenzierter: „KI-Sicherheit und -Abwehrsysteme interessieren mich sehr. Ich möchte Teil ihres Teams werden, um an dieser Technologie zu forschen und sie weiterzuentwickeln!“

Eine Bewerberin begrüßt eine Recrueterin.

No-Go 3: Phrasen und Standardantworten

Ehrgeiz, Perfektionismus, Lernbegierde… alles Standardantworten, die du aus deinem Repertoire löschen solltest. Denn jeder Personaler hat sie bereits so oft gehört, dass er sie mittlerweile überhört. Die Wörter sind sozusagen nichtig, da sie jeder nennt. Natürlich möchtest du dich von deiner besten Seite zeigen, aber versuche, dabei auch etwas hervorzuheben, was dich wirklich besonders macht. Perfektionismus ist das definitiv nicht. Und es ist auch keine „Schwäche“. Wirst du nach dieser gefragt, gilt es, ehrlich zu sein und dich gleichzeitg nicht zu disqualifizieren. Bewirbst du dich für eine Stelle als Texter, solltest du – übertrieben gesagt ¬– nicht von einer Rechtschreibschwäche erzählen. Wenn du deine Schwäche formulierst, kannst du sogar versuchen, sie in eine Stärke zu verwandeln: „Es fiel mir früher schwer, vor vielen Menschen Präsentationen zu halten. Das hat mich sehr nervös gemacht. Doch ein gezieltes Training hat mir sehr geholfen. Heute macht es mir richtig Spaß“, wäre ein Weg dazu.

No-Go 4: kein Interesse am Unternehmen zeigen

„Haben Sie Fragen?“ – so beginnt oft der letzte Teil eines Bewerbungsgesprächs. Eigentlich würdest du es gern schnell hinter dich bringen und draußen erstmal durchatmen. Trotzdem, einfach nein zu sagen, bringt dich wahrscheinlich nicht zum Ziel. Interesse am Unternehmen und deiner zukünftigen Position kannst du zeigen, indem du Fragen stellst. Du kannst zum Beispiel fragen, was zu deinen Aufgaben gehören würde, wie groß dein Team oder wer dein Vorgesetzter wäre oder welche Perspektiven und Fortbildungsmöglichkeiten dir das Unternehmen bieten kann. So simpel ist es, Interesse zu zeigen.

No-Go 5: Entscheidungen einfordern

Es ist geschafft! Das Bewerbungsgespräch ist vorbei. Und wie verabschiedet man sich? Auf jeden Fall nicht mit: „Können Sie mir heute Abend Bescheid geben?“ oder: „Wann kann ich dann anfangen?“. Freundlicher und wesentlich angemessener wäre es, dich einfach für das Gespräch zu bedanken. Der Personaler wird sich Gedanken machen und diese Entscheidungsfindung wirst du durch häufiges Nachfragen leider nicht beschleunigen können. Also rufe auch nicht direkt am nächsten Tag in der Firma an. Wenn überhaupt, wird dir dein Gesprächspartner von sich aus sagen, bis wann er sich zurückmeldet.

Welche No-Gos hast du schon mal völlig verpeilt? Erzähl es uns auf Instagram! Falls du dir noch unsicher bist, welcher Job für dich wirklich der richtige ist, probier doch mal den JobKompass der AOK Rheinland/Hamburg! Dort kannst du herausfinden, welcher Beruf zu deinen Interessen und Stärken passt.