Bei Soft Skills handelt sich um persönliche Stärken, die man im Umgang mit anderen und zur Bewältigung verschiedener Aufgaben benötigt. Soweit die Definition – Doch was steckt eigentlich hinter diesen Schlüsselqualifikationen?

Hier findet ihr wichtige Soft Skills im Überblick:

 

1. Motivation

Meist muss man schon im Bewerbungsschreiben und -gespräch erklären, warum man einen bestimmten Beruf erlernen möchte. Das bedeutet, dass man sich mit dem Berufsbild auseinandergesetzt haben muss. Doch motiviert an Aufgaben heranzugehen, ist nicht nur wichtig, um den Traumjob zu bekommen, sondern auch, um ihn gut auszuüben. Denn alles was man lustlos und ohne Anspruch an das eigene Handeln erledigt, wird auch nicht zu einem guten Ergebnis kommen. Das beginnt schon in der Schule. Deshalb sollte man sich immer selbst hinterfragen, welches Ziel man erreichen möchte und welche Leistungen dafür erbracht werden müssen. Das hilft auch, motivierter an eine Aufgabe heranzugehen.

 

2. Eigenverantwortung

Eigenverantwortliches Arbeiten ist in jedem Beruf wichtig. Während man in der Schule und zum Beginn der Ausbildung noch viele Aufgaben zugewiesen und erklärt bekommt, übernimmt man mit der Zeit immer mehr Verantwortung für eigene Aufgaben und muss diese selbständig erledigen. Dabei spielen auch Verlässlichkeit und Gewissenhaftigkeit eine Rolle, da man selbst dafür verantwortlich ist, Aufgaben sorgfältig zu erledigen. Häufig wird auch Flexibilität verlangt, da sich der Arbeitnehmer immer wieder auf neue Anforderungen einlassen muss.

3. Fairness

In jedem Beruf, aber auch im Privatleben ist man in vielen Situationen auf die Zusammenarbeit mit anderen angewiesen. Dabei spielt Fairness eine wichtige Rolle. Wer sich fair verhält, wird von Kollegen eher geschätzt. Fairness und Teamfähigkeit hängen deshalb eng zusammen. Denn um erfolgreich in einem Team zu arbeiten, ist ein fairer Umgang miteinander besonders wichtig. Auch interkulturelle Kompetenz spielt dabei eine Rolle. Darunter versteht man, auf Personen und Gruppen aus anderen Kulturen offen zuzugehen und vorurteilsfrei zu kommunizieren.

 

4. Kommunikationsfähigkeit

Egal ob am Telefon, im Kundenkontakt, bei Präsentationen oder im Gespräch mit Kollegen: Kommunikationsfähigkeit ist in nahezu jeden Job wichtig. Wer kommunikationsstark ist, kann auf andere zugehen, seine Meinung ausdrücken und seine Arbeit angemessen präsentieren. Auch ein gutes Selbstbewusstsein spielt eine Rolle, um sich im Gespräch mit anderen behaupten zu können und seine Ansichten souverän zu vertreten.

 

5. Lernbereitschaft

Natürlich kann man nicht alle Soft Skills perfekt beherrschen. Vor allem wenn man in neuen Beruf kommt, wird man mit vielen Aufgaben konfrontiert, die in der Schule keine Rolle gespielt haben. Wichtig ist es nicht, alle Skills perfekt zu beherrschen. Entscheidender ist es, lernen zu wollen und dazu auch Interesse an verschiedenen Aufgaben zu zeigen. Außerdem ändern sich Soft Skills mit der Zeit, abhängig von neuen Anforderungen in einem bestimmten Berufsfeld oder einer anderen Arbeitsumgebung. Auch deshalb ist es wichtig, sich nicht auf seinen bereits stark ausgeprägten positiven Eigenschaften auszuruhen, sondern sich neuen Gegebenheiten anzupassen und lernbereit zu sein.

 

6. Problemlösungskompetenz

Viele Arbeitgeber erwarten, dass angestellte Probleme im Zusammenhang mit ihren Aufagben selbst lösen. Dazu ist es wichtig, nicht aufzugeben, wenn man vor einem Problem steht. Das kann zum Beispiel eine fehlende Information oder ein technisches Problem sein. Man sollte zunächst versuchen, eine Lösung für das Problem zu finden. Wenn man keine findet, oder sich unsicher ist, kann man sich Hilfe bei Kollegen und Vorgesetzten suchen.

 

7. Zeitmanagement

Sowohl in der (Berufs-) Schule als auch im Job ist man mit Fristen konfrontiert. Klausuren müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt geschrieben werden, die Arbeit zu einer bestimmten Zeit erledigt sein. Ein gutes Zeitmanagement ist wichtig, um den Überblick und die Kontrolle über alle Aufgaben zu behalten und sie rechtzeitig zu erledigen. Dazu gehört auch, diszipliniert an Aufgaben heranzugehen und diese zu Ende zu bringen. Ein gutes Zeitmanagement ist daher auch essenziell für eigenverantwortliches und gewissenhaftes Arbeiten, da verlangt wird, dass man Aufgaben bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt, ohne dass das zwischendurch von einer anderen Person überwacht wird.

 

8. Kritikfähigkeit

Auch die Kritikfähigkeit ist eine besonders wichtige Schlüsselqualifikation. Es geht darum, dass man in der Lage ist konstruktive, also sachliche und begründete Kritik anzunehmen. Dazu gehört, sich die Kritik anzuhören und Ratschläge anzunehmen, aber auch Nachfragen zu stellen, um die besprochenen Aspekte richtig einordnen zu können und selbst über Verbesserungsvorschläge und das weitere Vorgehen nachzudenken, um gemeinsam mit der Kritik übenden Person eine Lösung zu erarbeiten. Genauso wichtig, wie Kritik annehmen zu können, ist es aber auch, selbst konstruktive Kritik üben zu können. Um anderen ein sachliches Feedback zu ihrer Arbeit zu geben, sollte man vermeiden, emotional zu werden und die Aspekte mit Aussagen wie „Das finde ich nicht gut“ zu verallgemeinern. Besser ist es einen Lösungsansatz zu bieten, oder auf konkrete Abschnitte hinzuweisen, z.B. „Diese Tabelle solltest du noch einmal überarbeiten, um Aspekt XY besser herauszuarbeiten“.

 

9. Durchsetzungsvermögen

Um eigene Ideen einzubringen und sich gegen andere Menschen behaupten zu können, ist ein gutes Durchsetzungsvermögen wichtig. Das gilt sowohl in Schule und Beruf als auch im Privaten. Entscheidend ist es, sinnvolle Argumente zu finden und diese auch zu äußern. Dabei sollte man keine Angst haben, etwas Falsches zu sagen und offen auf andere zugehen. Gleichzeitig ist es wichtig, respektvoll mit anderen Menschen umzugehen und auch andere Standpunkte zu respektieren.

 

10. Belastbarkeit

Belastbarkeit wird in vielen Berufen vorausgesetzt. Damit ist in der Regel nicht gemeint, dass man es aushalten muss, besonders viele Überstunden zu machen oder immer mehr zu arbeiten als vertraglich festgelegt. Vielmehr geht es darum, in arbeitsintensiven, stressigen Situationen den Überblick zu behalten und die Arbeit trotzdem fehlerfrei erledigen zu können.

Insgesamt zeigt sich in der Praxis, dass sich viele Schlüsselqualifikationen gegenseitig beeinflussen und aufeinander aufbauen. Der genaue Einsatz der Schlüsselqualifikationen ist natürlich von der jeweiligen Aufgabe abhängig. Dennoch werden sie euch in der Schule und im Berufsleben immer wieder in verschiedenen Formen begegnen und sind deshalb für den beruflichen Erfolg nicht weniger wichtig als Noten und andere Leistungsnachweise. Mehr zum Thema Soft Skills und wie ihr die Schlüsselqualifikationen erlernen könnt, erfahrt ihr hier.