Junger Mann mit Sonnenbrille grinst selbstbewusst in die Kamera © LIGHTFIELD STUDIOS/AdobeStock

Wenn du häufig unsicher bist, dich in sozialen Situationen schnell unwohl fühlst und dich nicht traust, deine Meinung zu äußern, wünschst du dir vielleicht mehr Selbstbewusstsein. Gute Nachricht: Mit ein paar Tipps lässt sich das trainieren.

Was ist ein gesundes Selbstbewusstsein – und wie kann ich das trainieren?

Mit einem gesunden Selbstbewusstsein fällt es dir leichter, dich realistisch einzuschätzen, dich zu akzeptieren, für dich einzustehen, deine Meinung zu vertreten und in dein eigenes Handeln zu vertrauen. Auch Durchsetzungsfähigkeit, emotionale Stabilität und ein authentisches Auftreten gehören dazu.

Wie selbstbewusst wir sind, hängt zum Teil von unserer Veranlagung ab. Aber auch unser Umfeld hat einen großen Einfluss, denn Wertschätzung und soziale Akzeptanz sind wichtig für unser Selbstbewusstsein. Eltern, Lehrer, Freunde, Partner, Kollegen – sie alle bewerten uns bewusst und unterbewusst, was wiederum unsere Sicht auf uns selbst beeinflusst.

Ständiger Beobachtung und Bewertung ausgesetzt zu sein, kann Unsicherheiten und Ängste schüren und verstärken. Viele Menschen definieren ihren Selbstwert allein über diese Rückmeldungen anderer, was sehr ungesund ist. Auch Vergleiche mit anderen und der Umgang miteinander auf Social Media spielen eine große Rolle. Darunter leiden vor allem junge Menschen, die gerade erst lernen, sich selbst richtig einzuschätzen.

Da wir diese äußeren Umstände nicht beeinflussen können, sollten wir versuchen, ein gesundes Selbstbewusstsein ganz allein aus uns selbst heraus entwickeln. Leichter gesagt als getan – doch mit einigen Tipps kannst du aktiv daran arbeiten.

1. Denke gut über dich selbst

Du wirst selbstbewusster, je besser du dich um dich kümmerst. Dazu gehört auch, weniger negative Gedanken über dich, deinen Körper und deine Fähigkeiten zuzulassen. Sei dir selbst ein Freund oder eine Freundin und behandle dich gut. Wenn sich Selbstzweifel anschleichen, mach dir bewusst: Das sind nur deine Gedanken und nicht die Wahrheit.

2. Werde dir deiner Stärken bewusst

Was macht dich eigentlich aus? Bist du kreativ, pragmatisch, ruhig, laut? Was machst du gerne? Was liebst du an deinen Hobbys, was an deinen Freunden und – ganz wichtig – an dir selbst? Die Antworten auf die Frage, wer du bist, sind der erste Schritt Richtung Selbstbewusstsein. Erstelle dazu doch mal eine Liste mit allem, was du an dir gut findest und was du gut kannst. Du wirst sehen: Das ist ganz schön viel!

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3. Erlaube dir auch mal einen Fehler

Fehler sind okay – niemand kann immer alles richtig machen. Sei deshalb nicht zu streng mit dir, wenn mal etwas nicht funktioniert, und zweifle keinesfalls sofort generell an dir. Überlege stattdessen, was du daraus lernst und woran du vielleicht Schritt für Schritt arbeiten kannst.

4. Nimm Komplimente an

Das ist gar nicht mal so leicht! Wenn dir jemand etwas Nettes sagt, bedanke dich und versuche, es anzunehmen und dich darüber zu freuen, anstatt direkt zu widersprechen. Wir tun das oft aus vermeintlicher Höflichkeit und weil wir nicht eingebildet wirken wollen – das ist aber gar nicht nötig.

5. Vergleiche dich weniger mit anderen

Du bist etwas Besonderes und du bist richtig, so, wie du bist – es fällt uns oft ganz schön schwer, das zu glauben. Überall hören wir von Selbstoptimierung und werden mit Schönheitsidealen konfrontiert, denken, wir könnten vielleicht noch besser, schöner, schlauer, stärker, reicher sein. Wer sich davon ein bisschen distanziert – zum Beispiel durch regelmäßige Social-Media-Pausen – ist häufig zufriedener.

6. Wechsel mal die Perspektive

Erkennst du vielleicht in manchen Situationen etwas Gutes, in denen du sonst sofort nur Probleme sehen würdest? Nimmst du dich selbst positiver wahr, wenn du dir vorstellst, wie deine Freunde dich sehen? Dir ab und zu einen neuen Blickwinkel zu erarbeiten, kann sinnvoll sein.

7. Nimm Herausforderungen an

Du kennst sie sicher auch: die berühmte Komfortzone. Es tut gut, da mal auszubrechen. So ein Ausbruch kostet Mut, richtig. Doch den hast du garantiert in dir. Du hast Lust auf eine neue Sprache? Melde dich zu einem Kurs an. Eine neue Sportart interessiert dich? Fast überall kannst du eine Probestunde mitmachen. Wenn du dir etwas zutraust und über deine eigenen Grenzen hinausgehst, merkst du: Du schaffst oft viel mehr, als du denkst!

8. Sag, was du willst

Statt sich anderen Meinungen aus Angst vor Konflikten oder Ablehnung einfach anzuschließen, trau dich, deine eigene Meinung zu sagen – auch trotz Angst vor Sympathieverlust. Wenn du etwas gern machen möchtest oder etwas besonders gut findest, kommuniziere das.

9. Lerne, nein zu sagen

Du musst dir nicht alles gefallen lassen. Wenn du nein meinst, solltest du das auch so sagen. Oft sagen wir ja, nur um Harmonie zu wahren oder niemanden vor den Kopf zu stoßen. Doch auf Dauer tut uns das nicht gut.

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10. Umgib dich mit lieben Menschen

Freundschaften und andere enge Beziehungen zu pflegen, ist ganz wichtig für die psychische Gesundheit. Mit Menschen, die dich bedingungslos akzeptieren und dir gegenüber wohlwollend eingestellt sind, fällt es dir sicher leichter, ganz du selbst zu sein. Außerdem können sie dir helfen, deine Stärken zu erkennen. Frag deine Freunde doch mal, was sie an dir mögen. Die eine oder andere Antwort wird dich vielleicht überraschen.

Mit etwas Geduld auf dem Weg zu mehr Selbstbewusstsein

Wichtig ist: Selbstbewusstsein kommt aus dir selbst, nicht aus der Bestätigung anderer. Deshalb hat es auch viel mit Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen und einem guten Selbstwertgefühl zu tun. Das lässt sich erlernen – aber jede Veränderung ist ein Prozess. Manchmal geht es schneller, manchmal dauert es eine Weile. Sei nachsichtig und geduldig mit dir selbst.