© Wayhome Studio/Adobe Stock

Du hast keine Zeit mehr für dich – weil du dich um alles andere kümmerst? Vorsicht: Es ist Zeit für mehr Selfcare! Wie du das schaffst und in deinem Alltag umsetzen kannst.

Schule, Job, Friends &Family, Hobbys und Partys: Jede Menge los, viel Trubel, aber auch viel Alltagsstress. Ausgepowert versucht man am nächsten Tag alles perfekt zu machen und grübelt sich manchmal stundenlang in den Schlaf. Und wenn die fette Erkältung oder die bleierne Müdigkeit kommt, merken wir: Oh, vielleicht hätte ich doch mal einen Gang runterfahren müssen?! Vielleicht doch mal hören, was soul und body so brauchen? Ist bisschen wie beim Handy: Die Batterien laden sich nicht von allein wieder auf. Manchmal müssen wir an die Powerbank. Das Zauberwort lautet: Selfcare.

Woran merke ich, dass ich mehr an mich denken sollte?

Selfcare bedeutet so viel wie Selbstfürsorge, sich auch um sich selbst zu kümmern, bevor die Akkus leer sind, aber spätestens dann. Ab und zu mal Zoff und stressige Tage zu haben, ist völlig ok. Bei jedem knirscht und kriselt es mal. Wiederholt sich das aber Monat für Monat und ploppen mit der Zeit Gefühle von Gereiztheit, Überforderung und Antriebslosigkeit hoch, leuchtet die Alarmlampe tiefrot. Bringt dich das kleinste Bisschen auf die Palme, ein dummer Spruch oder ein kleiner Fehler, kämpfst du immer wieder mit Infekten, ist es höchste Zeit, dich mehr um die selbst zu kümmern.

Was ist Selfcare?

Es bedeutet den fürsorglichen Umgang mit sich selbst, mit der eigenen Psyche und dem eigenen Körper. Die Message dahinter: Du bist es wert, dass es dir gut geht. Bitte einmal ganz dick unterstrichen auf einen Zettel schreiben! Es geht darum, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, mit sich selbst rücksichts- und liebevoll umzugehen. So wie man es mit einem Menschen tun würde, den man total gern hat. Das hat nichts mit Egoismus oder Selbstverliebtheit zu tun. Es geht nicht darum, mit Riesen-Ego nur noch an sich selbst zu denken, sondern darum, auch sich selbst und die eigenen Bedürfnisse als wichtig zu sehen, neben den 1000 anderen wichtigen Dingen. Verzichte auf Perfektionismus und andere ungesunde Antreiber. Du musst nicht immer perfekt, stark und erfolgreich sein! Manchmal reicht es einfach, sich gut zu fühlen.

Wie schaffe ich es, in stressigen Zeiten Selfcare zu betreiben?

Das hängt von deinen persönlichen Vorlieben ab. Es kann mehr Sport sein, mehr Musik hören oder einfach mal in Ruhe abhängen. Es kann ein warmes Bad mit Rosenblättern und Duftöl sein, gutes Essen, mehr Schlaf, mehr mit Freunden unternehmen (oder weniger). Wichtig: Für Selfcare sind keine Luxus Yoga-Wochenenden auf Bali nötig. Ein paar hippe Hacks sind eigentlich sogar Klassiker:

Journaling: Self-Care-Experten und Expertinnen schwören aufs gute alte Tagebuch. Starte oder ende den Tag damit, dass du wichtige Gedanken und Erlebnisse aufschreibst. Das hilft, Gedanken zu ordnen und Chaos im Kopf zu klären. Es zeigt dir, was gerade wichtig ist in deinem Leben, welche Dinge und Menschen dir gut tun und wo du unguten Stress hast. Das hilft, dein Leben neu auszurichten.

Medi-Sessions. Lerne und übe zu meditieren. Dabei geht es darum, die eigenen Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, sich von seiner Gefühls- und Gedankenwelt zu lösen. Guter Side-Effekt: Du musst dich ganz auf dich fokussieren und blendest deine Umwelt aus. Alltag und damit auch stressige Zeitgenossen müssen mal kurz draußen bleiben.

Yoga: Jelena Lieberberg und Mady Morrison machen es uns vor. Eine tägliche Yoga-Einheit hilft nicht nur beim Runterfahren, sondern hält auch den Körper gesund, flexibel und straff.

Tanzpause: Sport und Bewegung wirken stresslindernd. Noch besser, um Druck abzubauen und bei sich selbst anzukommen sind kleine Tanzeinlagen. Bewegung und Musik – ein perfektes Duo! Studien zeigen, dass Tanzen gegen Stress hilft, die Stresshormone Cortisol und Adrenalin im Blut reduziert und den Serotoninspiegel ansteigen lässt – eine Gute-Laune-Garantie. Und perfekt als Selfcare.

Ernährung und Sport. Sport und eine gesunde Ernährung sind das A und O von Selfcare: Greife in der Mittagspause nicht zu Fast Food und Süßem, nur weil es schnell geht und kurzfristig gegen Frust hilft. Gönne dir ausgewogene und leckere Mahlzeiten und Sport zwischendurch, selbst wenn es nur ein Spaziergang durch den Park um die Ecke ist. Und wichtig: Schaffe dir eine gute Schlafumgebung, in der du dich wohl fühlst – acht Stunden pro Nacht sind top!

Wie schaffe ich mir die nötigen Freiräume?

Auch wenn Events und Partys Booster für die Seele sein können – manchmal ist es besser, sich von Menschen oder Situationen abzugrenzen, die einen gerade stressen. Nervt ein Kumpel oder die beste Freundin? Nerven Eltern, Geschwister oder Mitbewohner? Dann schaffe dir einen Rückzugsort und Auszeiten. Ein Schild an der Zimmertür kann signalisieren: Jetzt müssen alle draußen bleiben. Auch das Badezimmer ist ein guter Rückzugsort. Mit ein paar Kerzen schaffst du im Nu eine kleine Wellnessoase. Tür abschließen, Pflegemaske auf die Nase, sanfte Musik an – und ab in die Tiefenentspannung.

Übrigens: Auch öffentliche Räume wie Cafés, Museen oder die lauschige Leseecke in der Bibliothek können Rückzugsorte sein. Da findet uns niemand und man kann ruhige Stunden genießen.

Und manchmal reicht es schon, einfach mal klar Nein! zu sagen, um sich Freiräume zu verschaffen. Welche Aufgaben möchte ich übernehmen, mit wem möchte ich mich jetzt treffen? Wen will ich gerade nicht sehen? Was will ich nicht mehr tun, um mehr bei mir zu sein? Super Fragen fürs Journaling.

Selfcare, wenn man eigentlich gar nicht den Kopf dafür hat

Manchmal schlägt der Alltag wie eine Monsterwelle über uns zusammen und Zeit für ein heißes Bad ist nur ein ferner Traum. Dann helfen Minuten-Hacks. Die nämlich lassen sich überall dazwischenschieben. Selfcare to go quasi, etwa diese kurze Achtsamkeits-Übung: Handy aus, bequem sitzen, Augen zu, für einige Minuten auf den eigenen Atem konzentrieren. Gedanken oder Gefühle, die auftauchen, ziehen lassen. In akuten Stresssituationen hilft die Drei-Atemzüge-Technik: Mit dem ersten Einatmen nur auf den Atem konzentrieren, mit dem zweiten die körperliche Anspannung fallen lassen und mit dem dritten ruhig überlegen, was nun als erstes getan werden muss. Das hilft, bei sich selbst anzukommen. Und da trifft man manchmal eine sehr sympathische Person.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptierst Du die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Fazit: Du hast mehr Selfcare verdient!

Also, wenn alles mal wieder zu viel wird: Höre auf deinen Körper! Er sendet dir gewisse Alarmzeichen, wenn alles zu stressig ist. Und dann bist du dran, etwas zu ändern. Tritt einen Schritt zurück und schaue mal, welcher unserer Tipps dir dabei hilft, mehr Selfcare in dein Leben zu lassen. Es lohnt sich auf jeden Fall!